Welche Minigolfbälle sind im Turnier zugelassen? Die WMF-Lizenzliste erklärt
Sarah Petra SchumacherDu hast einen Minigolfball gefunden, der dir gut liegt, aber darfst du den auch im Turnier spielen?
Die Antwort hängt von einem Begriff ab, den du als Minigolfspieler kennen solltest: Homologation. In diesem Artikel erfährst du, was das bedeutet, wie die offizielle Lizenzliste funktioniert und woran du erkennst, ob dein Ball turnierfähig ist.
Dieser Artikel wurde von One Putt Minigolf verfasst.
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👉 In Kürze: Welche Bälle sind im Turnier zugelassen?
In offiziellen Minigolf-Turnieren dürfen nur Bälle gespielt werden, die das Lizenzierungsverfahren der World Minigolf Sport Federation (WMF) bestanden haben. Diese sogenannten "homologierten" Bälle stammen von lizenzierten Herstellern, tragen deren Logo und sind in einer offiziellen Datenbank registriert: gov.minigolfsport.com/about-minigolf/approved-balls. Wer einen nicht zugelassenen Ball spielt, muss die Bahn wiederholen und riskiert Strafpunkte. In unserem Ball-Sortiment sind alle Modelle turnierzugelassen und nach Sprunghöhe, Gewicht, Größe und Härte filterbar.
Inhaltsverzeichnis
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Ausführlich erklärt
- Warum gibt es überhaupt eine Ball-Lizenzierung?
- Was bedeutet "homologiert" konkret?
- Welche technischen Anforderungen muss ein Ball erfüllen?
- Die offizielle WMF-Lizenzliste: wo finde ich sie?
- Sonderfall: Golfbälle im Minigolf
- Was passiert, wenn ich einen nicht zugelassenen Ball spiele?
- So erkennst du einen lizenzierten Ball
- Fazit
- Häufige Fragen
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1. Warum gibt es überhaupt eine Ball-Lizenzierung?
Beim Minigolf entscheidet der Ball über fast alles: Wie er springt, wie er rollt, wie er an der Bande abprallt, wie er auf Temperatur reagiert. Wären beliebige Bälle erlaubt, könnte jeder mit einem speziell angefertigten "Wunderball" antreten und sich einen unfairen Vorteil verschaffen.
Um genau das zu verhindern, hat die World Minigolf Sport Federation (WMF) als internationaler Dachverband schon im Jahr 2000 ein Lizenzierungsverfahren eingeführt. Die Regel ist einfach: Im Wettkampf sind nur Bälle erlaubt, die offiziell zugelassen sind. Der Deutsche Minigolfsport Verband (DMV) übernimmt diese Vorgabe für alle DMV-Turniere, von der Vereinsmeisterschaft bis zur Bundesliga.
Logo des Deutsche Minigolfsport Verband (DMV)
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Logo der World Minigolf Sport Federation (WMF)
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Das Ziel: gleiche Bedingungen für alle, keine Wettbewerbsvorteile durch Exoten-Bälle aus dem Internet oder selbstgegossene Spezialanfertigungen.
2. Was bedeutet "homologiert" konkret?
"Homologation" klingt sperrig, ist aber im Kern ein einfaches Konzept: Es ist das offizielle Lizenzierungsverfahren der WMF. Statt jeden einzelnen Ball selbst zu testen, lizenziert die WMF die Hersteller. Diese verpflichten sich, ihre Bälle nach festgelegten technischen Vorgaben zu produzieren und das Verfahren intern einzuhalten.
Ein homologierter Ball erfüllt drei Bedingungen:
- Er stammt von einem WMF-lizenzierten Hersteller
- Er trägt das Logo dieses Herstellers als Erkennungsmerkmal
- Er ist in der offiziellen WMF-Datenbank registriert
Solange ein Ball spielbar und unbeschädigt ist, bleibt er turnierzugelassen. Es gibt also keine Ablaufzeit wie bei vielen anderen Sportartikeln. Bälle, die du dir vor zehn Jahren gekauft hast, sind heute meist immer noch turnierfähig.
Beispiel eines homologierten Balls: der Type 154 des österreichischen Herstellers 3D
3. Welche technischen Anforderungen muss ein Ball erfüllen?
Die WMF gibt klare physikalische Grenzwerte vor, die jeder lizenzierte Ball einhalten muss:
| Eigenschaft | Vorgabe |
| Durchmesser | 37,0 mm bis 43,0 mm |
| Gewicht | unter 120 g |
| Maximale Sprunghöhe | 85 cm (aus 1 m Höhe bei 25 °C auf Beton) |
| Material | jedes Material zulässig |
Diese Eckwerte erklären, warum sich Minigolfbälle so stark voneinander unterscheiden können. Innerhalb der erlaubten Spanne sind Bälle in unterschiedlichen Härtegraden, Größen und Sprungverhalten denkbar, und genau deshalb gibt es so viele verschiedene Modelle.
Bei unserem Ball-Sortiment kannst du direkt nach diesen Eigenschaften filtern: Sprunghöhe, Gewicht, Größe (Durchmesser), Oberfläche und Härte. So findest du gezielt den Ball, der zu deiner Heimanlage und deinem Spiel passt.
Beispiel eines homologierten Balls: der M&G Starball DM 2022 Sarah Schumacher des deutschen Herstellers M&G
4. Die offizielle WMF-Lizenzliste: wo finde ich sie?
Die komplette und immer aktuelle Liste aller zugelassenen Bälle führt die WMF in einer öffentlichen Datenbank: gov.minigolfsport.com/about-minigolf/approved-balls
Die Liste ist zweistufig aufgebaut:
🔵 Generell zugelassene Hersteller: Ihre Bälle sind grundsätzlich alle homologiert. Aktuell sind das sechs Firmen:
- 3D Minigolf Handels GmbH & Co KG (Österreich)
- Sport Reisinger by R (Deutschland)
- SV Golf s.r.o. (Tschechien)
- Game 'N' Fun KG (Deutschland)
- M&G Minigolf (Deutschland)
- 2F Sondermaschinen (Deutschland)
Die einzelnen Marken und Untermarken dieser Hersteller (von Reisinger über M&G bis hin zu Klassikern wie Top Secret oder Filzgolf) stellen wir in einem separaten Artikel ausführlich vor.
🔵 Einzelne lizenzierte Modelle anderer Firmen: Bälle anderer Hersteller können einzeln zugelassen sein, müssen aber explizit in der Datenbank geführt werden. Wer also einen unbekannten Ball spielen will, prüft das am besten direkt in der WMF-Liste.
Eine Besonderheit gibt es noch: Bälle, die vor dem 30. September 2006 auf den Markt kamen, gelten als "alte Bälle" und dürfen auch ohne Listung gespielt werden, solange sie die technischen Anforderungen erfüllen. Für Sammler und langjährige Vereinsspieler ein wichtiger Punkt.
5. Sonderfall: Golfbälle im Minigolf
Theoretisch erlauben die WMF-Regeln auch das Spielen mit Golfbällen, praktisch ist das aber die absolute Ausnahme. Golfbälle müssen einzeln zugelassen werden, das WMF-Logo und das Zulassungsjahr tragen, und sie verlieren ihre Zulassung nach einer bestimmten Zeit.
Für den normalen Vereinsspieler ist das irrelevant. Du spielst praktisch immer mit klassischen Minigolfbällen aus dem Fachhandel.
6. Was passiert, wenn ich einen nicht zugelassenen Ball spiele?
Spielst du im Turnier mit einem nicht homologierten Ball, hat das konkrete Folgen:
- Die Schläge mit dem unzulässigen Ball zählen trotzdem
- Die Bahn muss nochmals gespielt werden, mit einem zugelassenen Ball
- Bei wiederholtem oder vorsätzlichem Verstoß droht eine Verwarnung mit 2 Strafpunkten
Im Freizeitspiel auf der öffentlichen Anlage gibt es diese Regeln nicht. Da darfst du spielen, womit du willst. Sobald du aber bei einem offiziellen Turnier antrittst (auch beim kleinsten Vereinsturnier), gelten die WMF-Regeln.

Beispiel eines homologierten Balls: der Ball Brücken Ass 3 des deutschen Herstellers Reisinger
7. So erkennst du einen lizenzierten Ball
In der Praxis ist die Erkennung einfacher, als es klingt:
- Herstellerlogo: Jeder lizenzierte Ball trägt das eingetragene Logo seines Produzenten
- Bekannte Marken aus dem Fachhandel: Wenn du deine Bälle bei einem spezialisierten Minigolf-Händler kaufst, sind sie praktisch immer zugelassen
- WMF-Datenbank: Im Zweifel die offizielle Liste prüfen
- Achtung bei No-Name-Bällen: Bälle vom Discounter, aus dem Sommerurlaub oder von unbekannten Online-Quellen sind oft nicht lizenziert
Wer regelmäßig im Verein spielt, baut sich mit der Zeit ein Sortiment aus Bällen verschiedener Hersteller auf. Die meisten Vereinsspieler haben Bälle von zwei bis fünf unterschiedlichen Marken in ihrer Tasche, je nach Bahn und Wetter.
In unserem Ball-Sortiment findest du ausschließlich Bälle von WMF-lizenzierten Herstellern, filterbar nach Sprunghöhe, Gewicht, Größe und Härte. Du kannst also bedenkenlos im Verein und im Turnier damit spielen.
👉 Fazit
Lizenzierte Minigolfbälle sind keine Schikane, sondern die Grundlage für fairen Wettkampf. Wer im Verein spielt, sollte sich angewöhnen, beim Ballkauf auf das WMF-Logo bzw. den Herstellernachweis zu achten. Im Ball-Sortiment von One Putt Minigolf ist das automatisch der Fall. Sechs offizielle Hersteller decken praktisch den gesamten Markt ab; alles, was darüber hinausgeht, sollte vor dem Turnierspiel in der WMF-Datenbank überprüft werden.
Häufige Fragen: Lizenzierte Minigolfbälle
Sind die Bälle vom Park-Verleih turnierzugelassen?
In der Regel nein. Die Leihbälle auf öffentlichen Freizeitanlagen sind meist einfache Plastikbälle ohne WMF-Lizenzierung. Für offizielle Turniere brauchst du eigene, lizenzierte Bälle.
Wie lange ist ein Minigolfball lizenziert?
Unbegrenzt, solange der Ball spielbar und unbeschädigt ist. Es gibt kein Ablaufdatum für die Zulassung. Ein Ball, der vor 15 Jahren homologiert wurde, ist heute meist immer noch turnierfähig.
Muss ich für jedes Turnier eigene Bälle haben?
Ja. Vereine stellen in der Regel keine Bälle. Wer regelmäßig Wettkämpfe spielt, baut sich mit der Zeit ein eigenes Sortiment auf, meist zwischen 5 und 20 Bällen für unterschiedliche Bahnen und Witterungen.
Wie überprüfe ich, ob ein bestimmter Ball lizenziert ist?
Über die offizielle WMF-Datenbank unter gov.minigolfsport.com/about-minigolf/approved-balls. Dort findest du alle zugelassenen Hersteller und einzelne Modelle.
Was kostet ein lizenzierter Minigolfball?
Einsteiger-Bälle gibt es ab etwa 8 bis 15 Euro pro Stück. Spezialbälle für bestimmte Bahnen oder Wetterbedingungen können auch 20 bis 30 Euro kosten. Ein typischer Vereinsspieler investiert über die Jahre mehrere hundert Euro in sein Ball-Sortiment.
Kann ich Bälle gebraucht kaufen?
Ja, das ist sogar üblich. Solange der Ball unbeschädigt und vom lizenzierten Hersteller stammt, bleibt er turnierzugelassen. Gerade ältere Modelle werden von Sammlern und Spielern aktiv gehandelt.
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Dieser Artikel wurde von One Putt Minigolf verfasst.
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