Wie viele Schläge sind beim Minigolf erlaubt?

Wie viele Schläge sind beim Minigolf erlaubt?

Sarah Petra Schumacher

Beim Minigolf zählt jeder Schlag – im wahrsten Sinne des Wortes. Hier erfährst du, was die Regeln wirklich bedeuten und wie du dein Ergebnis von Anfang an richtig im Blick behältst.

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Die wichtigste Regel kurz erklärt

Beim Minigolf gilt international eine klare Maximalgrenze: Du darfst pro Bahn maximal 6 Schläge versuchen, um den Ball ins Loch zu befördern. Schaffst du es innerhalb dieser 6 Schläge nicht, trägst du trotzdem 6 Punkte in deine Scorekarte ein – und gehst zur nächsten Bahn über.

Diese Regel gilt für den offiziellen Wettkampfsport nach den Regeln der World Minigolf Sport Federation (WMF) sowie der meisten nationalen Verbände. Beim Freizeitminigolf auf kommerziellen Anlagen wird diese Grenze manchmal auf 7 oder sogar gar nicht festgelegt – frag am besten vorher kurz nach, was vor Ort gilt.

Kurz & knapp: 6 Schläge sind dein Maximum pro Bahn. Danach nimmst du deinen Ball raus, schreibst eine 6 auf deinen Zettel und machst auf der nächsten Bahn weiter – ganz egal, ob du einmal oder fünfmal am Loch vorbeigezielt hast.


Wie zähle ich richtig – und was gilt als Schlag?

Eine Frage, die sich viele Einsteiger stellen, klingt auf den ersten Blick simpel: Was zählt eigentlich als Schlag? Die Antwort ist klarer als gedacht, aber es gibt ein paar Situationen, die regelmäßig für Verwirrung sorgen.

Als Schlag gilt jeder bewusste Kontakt, bei dem du mit dem Putter den Ball in Bewegung setzt oder in Bewegung setzen willst. Das bedeutet: Auch ein Fehlschlag, bei dem du den Ball verfehlst oder nur leicht antippst, zählt als voller Schlag. Entscheidend ist nicht, ob der Ball sich weit bewegt, sondern ob du aktiv gespielt hast.

Nicht als Schlag gewertet wird dagegen das Positionieren des Balls auf der Abschlagzone zu Beginn einer Bahn. Du darfst den Ball dort hinlegen, ausrichten und dich neu aufstellen, ohne dass dir das angerechnet wird. Auch wenn der Ball durch äußere Einflüsse bewegt wird, zum Beispiel durch Wind, eine Bodenunebenheit oder weil jemand versehentlich dagegenstößt, darfst du ihn zurücklegen, ohne einen Strafschlag zu erhalten.

Eine häufige Situation auf der Bahn: Der Ball rollt zurück und landet hinter der Abschlagsposition. Hier gilt er trotzdem als gespielt, du spielst ihn einfach von dort weiter, wo er zur Ruhe gekommen ist. Nur wenn er die Bahn komplett verlässt, also ins Aus geht, wird er an den Rand der Stelle zurückgelegt, an der er das Spielfeld verlassen hat. Auch in diesem Fall zählt der Schlag, der den Ball ins Aus befördert hat.

Besonders wichtig für Gruppen: Jeder Spieler zählt seine Schläge selbst mit und trägt sie nach jeder Bahn auf der Scorekarte ein. Im Freizeitspiel läuft das auf Vertrauensbasis, im Wettkampf wird die Karte am Ende von einer anderen Person gegengezeichnet. Es lohnt sich also, schon beim ersten Freizeitspiel das ehrliche Mitzählen zu üben, denn es wird zur guten Gewohnheit und macht das Spiel für alle fairer und nachvollziehbarer.


Warum überhaupt eine Schlagregel?

Du fragst dich vielleicht: Warum kann ich nicht einfach so lange spielen, bis der Ball im Loch liegt? Das hat zwei praktische Gründe:

Spielfluss & Wartezeiten

Ein Minigolfkurs hat oft viele Gruppen gleichzeitig. Die 6-Schlag-Regel sorgt dafür, dass niemand ewig auf einer Bahn hängt.

Fairness im Wettbewerb

Im Sport zählt jeder Schlag. Ohne Obergrenze wäre das Ergebnis kaum vergleichbar – besonders bei offiziellen Turnieren.

🎯
Spannung & Strategie

Das Wissen, dass du nur 6 Versuche hast, macht jeden Schlag wertvoller. Genau das macht Minigolf so aufregend!


Was bedeutet Schnitt – und warum ist das wichtiger als die Maximalzahl?

Beim Minigolf ist die Zahl 6 die Obergrenze, aber die viel spannendere Zahl ist der sogenannte Schnitt. Schnitt bezeichnet die Anzahl an Schlägen, die ein durchschnittlich guter Spieler brauchen sollte, um den Ball ins Loch zu befördern.

Bei den meisten Bahnen liegt der Schnitt bei 2 Schlägen – du zielst, schießt mit dem ersten Schlag auf eine gute Position oder direkt ins Loch, und vervollständigst mit dem zweiten. Manche Bahnen haben auch 3 als Schnitt oder sogar 4, wenn sie besonders lang oder anspruchsvoll gestaltet sind. Bei Top-Spielern kann der Schnitt auch bei 1 liegen, insbesondere auf dem System Miniaturgolf. Hierbei kommt es immer auf den Schwierigkeitsgrad der Anlage an. 

Ergebnis Begriff Bewertung
1 Ass / Hole-in-One  Hervorragend
2 Schnitt Gut
3 Ein hoch  In Ordnung
4 Zwei hoch  Ausbaufähig
5 Drei hoch  Ausbaufähig
6 Vier hoch (Maximalscore) Gerade so geschafft
7 Fünf hoch (wenn Bahn nicht geschafft) Bahn nicht geschafft
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One Putt Tipp: Konzentriere dich nicht nur darauf, unter 6 zu bleiben – setze dir lieber das Ziel, so nah wie möglich ans Par zu kommen. Wer konsequent auf Par oder knapp darüber spielt, wird nach 18 Bahnen ein richtig solides Ergebnis einfahren.


Wie wird der Gesamtscore berechnet?

Nachdem du jetzt weißt, wie viele Schläge pro Bahn erlaubt sind und was als Schlag zählt, stellt sich die nächste logische Frage: Wie ergibt sich am Ende eigentlich dein Gesamtergebnis?

Das Prinzip ist denkbar einfach. Du spielst in der Regel 18 Bahnen, auf jeder Bahn trägst du die Anzahl deiner Schläge ein, und am Ende addierst du alle 18 Werte zusammen. Das Ergebnis ist dein Gesamtscore für die Runde. Beim Minigolf gilt dabei, anders als bei manchen anderen Spielen: Je niedriger die Zahl, desto besser. Wer am Ende die wenigsten Schläge gebraucht hat, gewinnt.

Ein guter Orientierungswert: Wenn jede Bahn einen Schnitt von 2 hat und du alle 18 Bahnen Schnitt spielst, kommst du auf einen Gesamtscore von 36. Das ist für einen erfahrenen Hobbyisten ein realistisches Ziel. Anfänger landen häufig zwischen 50 und 70, je nach Anlage und Schwierigkeitsgrad der Bahnen. Profispieler bei offiziellen Turnieren hingegen spielen oft deutlich unterm Schnitt, also unter 36, weil sie viele Bahnen mit nur einem Schlag abschließen.

Was viele nicht wissen: Wenn du auf einer Bahn das Maximum von 6 Schlägen erreichst, ohne den Ball ins Loch zu bekommen, zählst du trotzdem 7 Punkte für diese Bahn. Das kann den Gesamtscore schnell in die Höhe treiben, weshalb es sich lohnt, auf besonders schwierigen Bahnen ruhig und konzentriert zu bleiben, statt hektisch zu werden. Manchmal ist ein kontrollierter 4er besser als drei riskante Versuche auf das Loch.

Am Ende einer Runde lohnt es sich, den Score nicht nur als Zahl zu betrachten, sondern als Grundlage zum Lernen. Auf welchen Bahnen hast du viele Schläge gebraucht? War es die Kurve, die dich ausgebremst hat, oder der Abstand zum Loch? Wer seinen Score aufmerksam analysiert, erkennt schnell, wo sich gezieltes Üben am meisten auszahlt, und wird von Runde zu Runde besser.

 
Freizeitspiel vs. Wettkampf: Wo gelten welche Regeln?

Du spielst mit Freunden auf einer öffentlichen Anlage? Dann kannst du entspannt sein: Viele Betreiber orientieren sich an den offiziellen Regeln, aber du bist frei, für euch abzuweichen. Macht ihr eine Hausregel mit 7 oder 8 Schlägen? Kein Problem – solange alle mitspielen und der Spaß im Vordergrund steht.

Anders sieht es bei offiziellen Turnieren aus – dort gilt die 6-Schlag-Regel verbindlich. Wenn du also mal an einem lokalen Turnier teilnehmen möchtest, ist es gut, wenn du dich rechtzeitig daran gewöhnst. Mit dem richtigen Equipment und ein bisschen Übung gewöhnst du dich schneller an diese Grenze, als du denkst.

Wichtig für Turnierspieler: Bei offiziellen WMF-Bewerben musst du deinen Ball nach dem 6. Schlag selbst aus dem Spielfeld nehmen und 7 Punkte eintragen – auch wenn der Ball noch nicht im Loch liegt. Das macht ein korrektes Scorecard-Führen umso wichtiger.


Häufige Fragen zur Schlagregel

Was passiert, wenn ich vergesse mitzuzählen?
Im Freizeitspiel gilt meistens: Ehrlichkeit ist Trumpf. Im Wettkampf ist das Protokollieren auf der Scorekarte Pflicht – fehlende oder falsche Einträge können zur Disqualifikation führen.

Zählt ein Schlag, der am Rand des Lochs steckenbleibt?
Ja – jeder Kontakt zwischen Schläger und Ball zählt als ein Schlag, egal was danach passiert.

Was ist, wenn der Ball die Bahn verlässt?
Das kommt auf das Regelwerk der jeweiligen Anlage an. In der Regel wird der Ball an der Stelle, wo er ins Aus gegangen ist, zurückgelegt – und der Schlag zählt trotzdem.

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